Das zehntürmige Rathaus nebenan das bekannte Hotel Sonne Frankenberg

Arbeitgeberzertifikat

Stadtverwaltung Frankenberg erhält RKW-Gütesiegel Arbeitgeberattraktivität

Eigentlich ist das Qualitätssiegel speziell auf kleine und mittlere Unternehmen ausgelegt. Aber: „Als Verwaltung stehen wir heute genauso im Wettbewerb um gute Fachkräfte wie Unternehmen in der Privatwirtschaft“, erklärte Bürgermeisterin Eckes. „Deshalb freue ich mich sehr über das Gütesiegel. Nach innen ist es für mich zunächst eine Anerkennung dessen, was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag leisten und was wir gemeinsam als Arbeitgeber erreicht haben. Gleichzeitig soll es ein Ansporn sein, weiter an guten Arbeitsbedingungen und einer modernen Verwaltungskultur zu arbeiten.“ Nach außen gelte es das klare Signal zu senden, dass „auch eine kommunale Verwaltung ein moderner, attraktiver und leistungsfähiger Arbeitgeber sein kann“, so Eckes weiter.

Grundlage für die Zertifizierung ist eine digitale und anonyme Befragung aller rund 190 städtischen Mitarbeitenden gewesen, die das RKW Hessen (Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e. V.) durchgeführt hat. Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten haben an der Befragung teilgenommen. „Diese Schwelle muss man erstmal erreichen“, zollte Thomas Fabich dem Engagement der Angestellten Anerkennung. „Durch die enge Einbindung des Personalrats ist es auch ein glaubwürdiges Signal nach außen.“

„Wir wollten von Anfang an Transparenz“, bestätigte auch Personalleiterin Sandra Frost. „Durch die anonyme Befragung haben wir ein offenes und ehrliches Feedback erhalten. Wir wissen jetzt, wo unserer Stärken sind, aber auch in welchen Bereichen noch Luft nach oben ist.“ Jetzt gelte es an die Ergebnisse anzuknüpfen.

Die Rückmeldungen kamen im Wesentlichen aus drei Bereichen. Neben der Kernverwaltung haben auch die Angestellten des städtischen Betriebshofs wie auch der städtischen Kitas an der Befragung teilgenommen. Insgesamt rund 60 Fragen aus mehreren Themenfeldern wie Arbeitsprozesse, Entwicklung, Unternehmenskultur und Digitalisierung sollten beantwortet werden.

Die Ergebnisse der Befragung sind für die Stadt als Arbeitgeber durchweg positiv. Thomas Fabich vom RKW fasste zusammen: „Besonders die Identifikation mit dem Arbeitgeber ist hoch, die Arbeit selbst wird als sinnstiftend wahrgenommen.“ Auch Zusammenhalt und Miteinander seien sehr gut bewertet worden.

Der öffentliche Dienst bietet heute weit mehr als einen sicheren Arbeitsplatz – er bietet verantwortungsvolle Aufgaben, vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und vor allem die Chance, unmittelbar etwas für die Menschen und die eigene Region zu bewegen. „Wir werden jetzt genauer reinschauen in die Ergebnisse und uns der angesprochenen Themen und Fragestellungen annehmen“, machte die Bürgermeisterin deutlich. „Das Gütesiegel ist für uns eben nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine wertvolle Standortbestimmung: Wo sind wir bereits gut – und wo können wir als Arbeitgeber noch besser werden? Andererseits ist klar, dass wir an manchen Stellen nur mit mehr Personal in der Lage wären, uns Freiräume für bestimmte Themen zu schaffen.“