Wettermuseum
200.000 Euro LEADER-Förderung für den Umbau der alten Schulscheune in Schreufa
Erweiterung und Modernisierung mit Augenmaß
Um den wachsenden Anforderungen und steigenden Besucherzahlen gerecht zu werden, wird die bislang brachliegende Schulscheune aus dem Jahr 1880 behutsam revitalisiert. Ziel ist es, den historischen Charakter des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig moderne, nachhaltige Technik zu integrieren. Geplant ist die Schaffung eines großzügigen multifunktionalen Raumes, der künftig für Bildungsangebote, Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden kann. Eine Wärmepumpen-Heizung sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sollen für eine klimafreundliche Energieversorgung sorgen. Damit wird das Gebäude selbst zum Anschauungsobjekt für nachhaltiges Bauen und Wirtschaften.
Neben dem Bildungsbetrieb sollen die neuen Räumlichkeiten auch Kreativgruppen offen-stehen. Zudem ist vorgesehen, regionale Vermarktungstage sowie den traditionellen „Adventsmarkt rund um das Wettermuseum“ teilweise in die Schulscheune zu verlegen. So entsteht ein zusätzlicher Mehrwert für die Dorfgemeinschaft und die gesamte Region.
Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit im Fokus
Ein zentrales Anliegen des Projekts ist zudem die Barrierefreiheit. Die ehemalige Schultoilette wird entsprechend umgebaut und steht künftig sowohl den Museumsbesucherinnen und -besuchern als auch den Kirchgängerinnen und Kirchgängern der benachbarten Kirche zur Verfügung. Das Bauvorhaben folgt konsequent klimaschonenden Standards. So-wohl die Bauweise als auch die verwendeten Materialien orientieren sich an nachhaltigen Kriterien. So entsteht ein zukunftsweisendes Projekt, das Umwelt- und Klimaschutz nicht nur vermittelt, sondern aktiv vorlebt.
Stärkung der ländlichen Entwicklung
„Der Umbau der Schulscheune ist ein bedeutender Schritt zur Stärkung der ländlichen Entwicklung im Landkreis Waldeck-Frankenberg“, sagt Landrat Jürgen van der Horst anlässlich der Übergabe des Förderbescheids an den Vorsitzenden des Wettermuseums Schreufa e.V., Werner Böhle. „Das Projekt trägt zur regionalen Identität, zur Attraktivität des Bildungsangebots und zur Lebensqualität vor Ort bei.“ Eine zentrale Rolle spiele dabei vor allem das ehrenamtliche Engagement. Bereits in den vergangenen Jahren sind zahlreiche Arbeitsstunden in den Aufbau und Betrieb des Wettermuseums geflossen. Auch der anstehende Umbau wird zu einem großen Teil ehrenamtlich begleitet. „Mit der LEADER-Förderung setzt der Landkreis Waldeck-Frankenberg ein starkes Signal für die Zukunft von Bildungs- und Umweltprojekten in der Region und freut sich, die erfolgreiche Arbeit des Wettermuseums weiter voranzubringen.“
Dem stimmt auch der der Vorsitzende des Wettermuseums Schreufa e.V., Werner Böhle, zu: „Mit dem Bauprojekt geht für uns ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, unseren Besuche-rinnen und Besuchern künftig vor allem auch ein barrierefreies Gebäude anbieten zu können. Auch vor diesem Hintergrund möchten wir allen Beteiligten noch einmal unseren herzlichen Dank aussprechen.“ Auch Frankenbergs Bürgermeisterin Barbara Eckes freut sich über das innovative Projekt des Vereins: „Das Engagement rund um das Wettermuseum ist von Beginn an beispiellos und die Fördermittel sind hier optimal angelegt“, betont sie. „Der Ausbau der Scheune hebt die Möglichkeiten dieses wichtigen Lernorts auf eine neue Ebene – und wird zum Gewinn für die ganze Region.“ Weitere Infos zum Wettermuseum gibt es auch online unter www.wettermuseum-alte-schule-schreufa.de.
Hintergrund
LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Entwicklung und Stärkung ländlicher Räume, das in Zusammenarbeit mit dem Bund und dem Land Hessen umgesetzt wird. Ziel ist es, innovative und nachhaltige Projekte zu unterstützen, die die Lebensqualität vor Ort verbessern und zur wirtschaftlichen, sozialen oder touristischen Entwicklung der Region beitragen. Über die Förderung entscheiden lokale Aktionsgruppen, in denen Kommunen, Wirtschaft, Vereine und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam vertreten sind. Grundlage der Förderung ist eine lokale Entwicklungsstrategie, die sich an den regionalen Stärken und Zukunftszielen orientiert.

