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Joachim Gauck „Toleranz – so schwer“ – Der Bundespräsident a. D. im Gespräch

22.04.2021

© Privat

Einfach ist sie nicht, und selbstverständlich schon gar nicht. Die Tugend der Toleranz, die für das friedliche Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft so fundamentale Bedeutung hat, kann äußerst anstrengend, manchmal sogar eine Zumutung sein. „Aber wie so oft im Leben: wer eine Herausforderung annimmt und sie erfolgreich bewältigt, wird mit Glücksgefühlen belohnt“, sagt der frühere Bundespräsident Joachim Gauck. In seinem neuesten Buch nimmt sich der einstige Pfarrer aus der DDR all die Problemfelder vor, die sich in jüngerer Zeit herausgebildet haben: die Hasstiraden in den sozialen Medien, die Gewalttaten rechts- und linksradikaler oder islamistischer Fanatiker, aber auch das naive Multikulti-Gehabe derjenigen, die vor lauter politischer Korrektheit allzu tolerant auch gegenüber der Intoleranz sind. Joachim Gauck plädiert für eine „kämpferische Toleranz“ und kritisiert die Laxheit und den Mangel an Mut, die Staat und Gesellschaft etwa gegenüber rechtsextremen Aktivisten oder libanesischen Clans an den Tag gelegt haben. Zugleich warnt er davor, verunsicherte Konservative, die aus Frust über Angela Merkels Politik mit der AfD liebäugeln, gleich zu Feinden zu erklären. Er mag nicht „diese Aufwallungskultur“. Im Gespräch mit Hans-Werner Kilz, dem langjährigen Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung und des Magazins „Der Spiegel“, steckt der Bundespräsident a. D. die Grenzen ab, die allzu oft missachtet werden.

Lesung und Gespräch, Moderation: Hans-Werner Kilz

Beginn: 19.00 Uhr

Eintrittspreis: ab 21,00 Euro, ermäßigt 18,80 Euro

Infos und Ticketbestellung: http://www.literarischer-fruehling.de/

Ort: Kulturhalle, Geismarer Straße 26, Philipp-Soldan-Stadt Frankenberg (Eder)

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