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Freie Sicht auf die historische Klosteranlage

Mehr als eine Vision: Der freie Blick auf Nemphe und Kloster ist schon fast Realität. (Visualisierung: VisuPlan3D für die Stadt Frankenberg (Eder))

Am ehemaligen Kloster Sankt Georgenberg, mitten in Frankenberg, bewegt sich etwas: Der Klosteranbau aus den 1960er-Jahren, zuletzt noch Teil des dort ansässigen Landratsamtes, ist inzwischen Geschichte. Schon im Oktober hatte die von der Stadt Frankenberg beauftragte Baufirma begonnen, den größten Teil des Gebäudekomplexes abzureißen. Stück für Stück wurde in den letzten Wochen mehr von der wunderschönen historischen Klosteranlage sichtbar. Der Abriss des sogenannten Ostflügels ist inzwischen abgeschlossen. Geblieben ist neben dem noch stehenden Eckhaus vor allem ein großes Loch.

Ein wichtiger Impuls für diesen Schritt kam aus der Bürgerbeteiligung zur Landesgartenschau-Bewerbung im letzten Jahr. Die Stadt hat den Ostflügel daraufhin kurzfristig mitsamt dem Grundstück vom Landkreis Waldeck-Frankenberg übernommen, um die Stadtentwicklung in diesem Bereich weiter positiv voranzutreiben.

Die Grobplanung dafür steht, ein zentrales Element dieser Planung ist der Eder-Zufluss Nemphe. Der Bachlauf, der an dieser Stelle im Moment ein noch weitgehend unterirdisches Dasein fristet, soll wie im schon realisierten Ederuferpark weiter nach oben geholt und renaturiert werden – mit einem großen auch ökologischen Mehrwert.

Der jetzige Parkplatz wird in diesem Zug weitgehend entsiegelt, die Garagen sind zum Teil schon abgerissen und die gesamte Fläche soll neu strukturiert werden – auch hier passiert so aktiver Klimaschutz. In Zukunft soll dann vor allem der hintere Teil des Platzes als durchgrünter Parkplatz zur Verfügung stehen.

Mit dem Abriss des Ostflügels kommt die Klosteranlage wieder besser zur Geltung. Damit der idyllische Innenhof seinen geschützten Charakter behält, beziehungsweise nach dem Abriss wiedererhält, wird das historische Gebäude zur Straße hin einen neuen Abschluss bekommen – der aber viel weniger vom ehemaligen Kloster verdeckt als das bisherige Gebäude.

Die genaueren Planungen für das komplette Klosterumfeld laufen aktuell und sollen 2022 abgeschlossen werden. Die Umsetzung aller Maßnahmen wird sich dann voraussichtlich bin ins Jahr 2023 erstrecken. Zusammen mit dem bereits realisierten Ederuferpark und der Uferstraße soll dort dann alles aus einem Guss sein und die Stadt hat einen weiteren attraktiven Anziehungspunkt.

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