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Ein neues Gesicht für die Ederberglandhalle

Sanierung des Veranstaltungshauses ist voll im Gange

Ende 2020 hatte die Stadt Frankenberg begonnen, die über 30 Jahre alte Ederberglandhalle zu sanieren. Seit dem Bau 1989 wurde sie viel genutzt, aber nie in größerem Stil renoviert. Noch dieses Jahr soll das Frankenberger Veranstaltungszentrum wiedereröffnet werden. Wie weit die Bauarbeiten sind, wie es momentan im Innern aussieht – hier erhalten Sie einen kleinen Einblick.

Seit dem Start der Sanierungsarbeiten hat sich die Ederberglandhalle scheinbar kaum verändert. Von außen sieht man die Veränderungen erst auf den zweiten Blick, denn an der Außenhülle hat sich nicht viel getan. Selbst die energetische Sanierung und Dämmung des Dachs wurde von innen gemacht. Die Energie kommt, weiterhin zeitgemäß, aus dem Blockheizkraftwerks des Schwimmbads. Lediglich die schon getauschten Fenster lassen nach außen eine Veränderung erkennen.

Ganz anders im Innern: Hier steht man derzeit mitten in einem Rohbau, der zwar die ursprüngliche Halle noch erkennen lässt, in dem sich aber auch viel schon verändert hat. Rund 15 Unternehmen arbeiten derzeit gleichzeitig dort, insgesamt sind es bereits über 30, die ihren Teil zum Gelingen beitragen. Der Kern der Halle, der große Hauptsaal mit seinen beiden abtrennbaren Nebensälen, bildet auch in Zukunft den Mittelpunkt. Auch an der Größe wurde nichts verändert, bis zu 750 Stühle sollen dort auch in Zukunft wieder Platz finden. Oberhalb des Hauptsaals und im Untergeschoss sind zusätzlich vier kleinere Besprechungs- und Tagungsräume entstanden. Sowohl die Kegelbahn als auch die Technik-Empore wurden zurückgebaut, beides entsprach nicht mehr dem Geist der Zeit. Dafür gibt es jetzt auch mehr dringend benötigten Lagerraum.

Mehr Licht

Für Veranstaltungen jeder Art präsentiert sich die Halle zukünftig in ganz neuem Licht – im wahrsten Sinne des Wortes. Eingebaute Dachfenster lassen mehr Tageslicht hinein, die Beleuchtung wurde erneuert, die Veranstaltungstechnik auf einen aktuellen Stand gebracht. Auch die Akustik in der Halle wird sich dank entsprechender Planungen stark verbessern. „Wir haben die Halle einmal auf den Kopf gestellt, damit sie den Anforderungen von heute entspricht“, kommentiert Bürgermeister Rüdiger Heß die Arbeiten. „Wir freuen uns darauf, dass wir die Halle im kommenden Jahr wieder in Betrieb nehmen können.“

Das über Jahre charakteristische Grün der Ederberglandhalle verschwindet Stück für Stück. Bereits die neuen Fenster haben eine andere Farbe, auch die grünen Lüftungsrohre und vieles mehr gehören der Vergangenheit an. Wie sich dich Halle zukünftig speziell den ankommenden Besucherinnen und Besuchern präsentiert, lässt sich bisher nur erahnen. Ein vorgesetzter Glaskasten wird den Eingang bilden, das Foyer bekommt neben der Garderobe sowohl einen Bar- wie auch einen Lounge-Bereich. Einen Durchgang zwischen Restaurant und Halle gibt es für Gäste in Zukunft nicht mehr.

Das Restaurant

Auch das Restaurant El Toro wird sich zur Eröffnung im neuen Jahr ganz neu präsentieren. Ursprünglich sollte das Restaurant gar nicht mit saniert werden. Unter anderem ein Wasserschaden im Keller veränderte jedoch die Situation. Der Innenraum hat sein Gesicht schon jetzt komplett verändert, Fußbodenheizung und ein neues Lüftungssystem eröffnen ganz neue Möglichkeiten der Raumnutzung. Die Auswahl und Finanzierung der Inneneinrichtung wird Sache der Pächter.

Zeitplan und Kosten

Dass die Sanierung insgesamt länger dauert als ursprünglich angenommen, hat gleich mehrere Gründe. Pandemiebedingt hatten zahlreiche Auftragnehmer Lieferschwierigkeiten. Allein die großen Lüftungsaggregate haben eine Lieferzeit von 40 Wochen. Dadurch haben sich Termine immer wieder verschoben. Einfluss auf Zeitplan und Kosten hatten natürlich auch zusätzlich beauftragte Maßnahmen. Der Wasserschaden im Keller war genauso ungeplant wie die neue Technik der absenkbaren Vorbühne, die den TÜV-Anforderungen nicht mehr genügte. Vieles hatte wie der Brandschutz in der alten Halle noch Bestandsschutz, hält aber aktuellen Prüfungen nicht mehr Stand.

Darüber hinaus haben die Preissteigerungen im Baugewerbe und beim Material dazu beigetragen, auch die Kosten zur erhöhen. Auch wenn die ursprünglich geplanten Kosten im Lauf der Sanierungsarbeiten gestiegen sind: Mit den voraussichtlichen Kosten von zwischen 8,6 – 8,9 Millionen Euro wird die Sanierung der Ederberglandhalle dennoch erheblich günstiger als ein Neubau. Dieser hätte zweieinhalb bis drei Jahre Bauzeit gehabt und bei den aktuellen Preisen ohne Weiteres das Doppelte gekostet. Rund 1,7 Millionen Euro Fördermittel erwartet die Stadt für die Ederberglandhalle.

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