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Heß: Mit gutem Beispiel vorangehen

28. Juli 2020. Betriebsklima und Führungsverhalten haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Beschäftigten. Die Stadt Frankenberg (Eder) hat Anfang Juli darum ein speziell auf ihre Führungskräfte zugeschnittenes Seminar zum Thema „Gesundheitsförderliche Führung“ veranstaltet. Das zweitägige Seminar bildete den vorläufigen Abschluss eines 2018 gestarteten dreistufigen Gesundheits- und Präventionsprogramms innerhalb des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) der Stadt. Die Führungskräfte aus allen Fachbereichen der Stadtverwaltung sowie dem Betriebshof näherten sich dabei anhand von theoretischen Grundlagen und praktischen Übungen dem Thema gesundheitsförderliche Führung an.

„Es ist wichtig, den Blick auf die Gesundheit zu richten; darauf, was uns gesund macht und vor allem gesund hält. Dafür braucht es Wissen über strategische Gesundheitsförderung und über gesundheitsförderliches Verhalten, eben auch für die Führung von Mitarbeitern. Hier wollen wir als Stadt mit gutem Beispiel vorangehen“, begründet Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß das Training. „Gesundheit hat viel mit Eigenverantwortung zu tun – aber eben nicht nur.“ Er selbst habe auch an dem Führungsseminar teilgenommen und „auf jeden Fall noch Neues dazugelernt.“

Referentinnen waren Silvia Balaban, diplomierte Wirtschaftspsychologin, Business Coach und Dozentin für Betriebliches Gesundheitsmanagement, sowie die in Frankenberg niedergelassene Fachärztin für Chirurgie, Ärztin für Stress- und Präventionsmedizin sowie Durchgangsärztin (Behandlung von Arbeits- und Sportunfällen), Dr. med. Ilona Steger. Finanziert wurde das Seminar von der Techniker Krankenkasse.

Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem der Einfluss von Führungsverhalten auf die Gesundheit der Mitarbeiter, die verschiedenen Dimensionen von Gesundheit, Aufbau, Beschaffung und Erhaltung von eigenen und fremden Ressourcen und der Einfluss von Gesundheit auf die Arbeitsleistung. Denn zusätzlich zu ganz konkreten Vorteilen für die Beschäftigten profitieren auch Arbeitgeber erheblich von einem Engagement im Bereich BGM. Mit gezielter Gesundheitsförderung und Prävention lassen sich sowohl Kosten reduzieren als auch die Gesundheit der Beschäftigten verbessern. Gesundheitsförderliche Führung steigert zudem die Mitarbeiterzufriedenheit, erhöht die Motivation und verbessert die Unternehmenskultur insgesamt.

„Die Unternehmens- und Führungskultur einer Organisation beeinflusst die Gesundheit sowie die Leistungsbereitschaft und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter erheblich. Gesundheit ist Führungsaufgabe!“, bestärkte Silvia Balaban im Nachgang des Seminars die Stadt auf ihrem Weg.

Auch Dr. Steger zeigte sich zufrieden mit der bisherigen Zusammenarbeit: „Wie positiv sich das betriebliche Gesundheitsmanagement auf die Mitarbeiter der Stadt Frankenberg auswirkt, hat neben einer niedrigen Arbeitsunfähigkeitsquote auch die hervorragende Teamarbeit im Rahmen der Europeade im letzten Jahr  gezeigt. Trotz hoher Arbeitsbelastung war die Stimmung durch gute Kommunikation und Arbeitsteilung sowie einem hervorragenden Miteinander fantastisch. Keiner der Mitarbeiter fühlte sich überfordert oder ist durch Krankheit ausgefallen. Ich hoffe, dass wir unsere positive Zusammenarbeit auf dem Gebiet des betrieblichen Gesundheitsmanagements weiter fortführen werden und  bei der eventuell auszurichtenden Landesgartenschau im Jahre 2027 an die erreichten Erfolge anknüpfen können.“

Das Programm der Stadt Frankenberg (Eder) zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement umfasste bislang ein Paket aus einem Überblicksvortrag zu den Themen Gesundheit und Stress sowie zu den Auswirkungen von Stress auf den Körper, eine Fragebogenrunde mit persönlichem Auswertungsgespräch für alle Beschäftigten und bei Bedarf weitere Diagnostik. Stufe zwei bestand aus einem zweitägigen Stressmanagement-Workshop.

Mit Abstand auch beim Seminar zur gesundheitsförderlichen Führung: Die Führungskräfte der Frankenberger Stadtverwaltung um Bürgermeister Rüdiger Heß (Mitte) und die Referentinnen (Mitte, v. l.) Dr. med. Ilona Steger und Silvia Balaban.

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