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Der Steinbruch Hohenäcker ist ausgezeichnet

Ausgezeichnetes Geotop: der Steinbruch Hohenäcker vor den Toren Frankenbergs (Bild: Landkreis Waldeck-Frankenberg)

Pressemitteilung des Landkreises Waldeck-Frankenberg

12. Mai 2020. Gute Nachricht für alle Freunde und Förderer des Nationalen Geoparks GrenzWelten: Der Steinbruch Hohenäcker bei Frankenberg (Eder) ist zum Geotop des Monats Mai ernannt worden. Verliehen wurde der Titel von der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV). Mit der Auszeichnung wird die wissenschaftliche Bedeutung der 255 Millionen Jahre alten Fundstätte der „Frankenberger Kornähre“ noch einmal deutlich hervorgehoben.

Die 1910 in Frankfurt gegründete Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) setzt sich für die Förderung der Geowissenschaften in Forschung und Lehre sowie in Wirtschaft und Verwaltung ein. Dabei steht die öffentliche Vermittlung von Themen und Ideen und der aktive Austausch im Fokus. Den Titel Geotop des Monats verleiht regelmäßig die Fachsektion Geotope und Geoparks als eine der thematischen Fachsektionen und Arbeitskreise der DGGV. Für den Mai 2020 fiel die Wahl nun zur Freude von Projektbüroleiterin Kim Peis im Geopark GrenzWelten auf den Steinbruch Hohenäcker zwischen Frankenberg (Eder) und Rodenbach.

Der Steinbruch ist eine weltweit bedeutende Fundstätte. Mit ihren zahlreichen und gut erhaltenen Pflanzenfossilien lässt sie tiefe Einblicke zu, wie die Region vor 255 Millionen Jahren (Ober-Perm) aussah. Berühmtheit erlangten Pflanzenreste, die unter der Bezeichnung „Frankenberger Kornähren“ bekannt sind.

Die Sedimentgesteine des Steinbruchs Hohenäcker, ehemals „Bötzel“, stammen aus Ablagerungen des Zechstein-Meeres, das vor ca. 257 Millionen Jahren von Nordeuropa bis nach Süddeutschland vordrang. Zahlreiche Buchten durchzogen die Küste dieses Meeres, eine davon stieß bis in den Frankenberger Raum vor und bildete eine Lagune. Dieser lagunäre Bereich war gekennzeichnet von einem stetigen Wechsel aus Überflutung und Trockenfallen, der heute beispielhaft in den Gesteinen überliefert ist.

Eine weitere Besonderheit im Steinbruch Hohenäcker ist die sogenannte „Stätteberg-Formation“ - diese Schichten kommen allein im Raum Frankenberg vor. Nur im Geotop des Monats Mai 2020 sind sie in einer Mächtigkeit von ca. 12 Metern nahezu vollständig aufgeschlossen. Ihre Gesteine stammen aus der Phase, als das Zechstein-Meer seine größte Aus-dehnung erreichte.

Aufgrund der Corona-Pandemie können derzeit zwar keine Führungen im Steinbruch an-geboten werden. Vor Ort befindet sich jedoch ein Info-Pavillon und ein Fossil-Klopfplatz für Kinder (Hammer o. Ä. bitte mitbringen).

Über den aktuellen Stand zu Führungen und sonstigen Veranstaltungen des Geoparks GrenzWelten informiert das Projektbüro.

Kontakt Projektbüro Nationaler Geopark GrenzWelten

Frau Kim Peis
Auf Lülingskreuz 60
34497 Korbach
Tel.: 05631/ 954-512
E-Mail: geopark@lkwafkb.de

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