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Bürgermeister reagiert auf Vorschlag der Jungen Union

"Auch kostenfreies WLAN muss von jemandem finanziert werden" - Heß bietet Gespräch an

Verwundert zeigte sich Bürgermeister Rüdiger Heß über die öffentliche Forderung der Jungen Union nach kostenlosem WLAN an öffentlichen Orten in der Frankenberger Kernstadt. „Persönlich stehe ich in regelmäßigem Kontakt mit der Jungen Union, wobei alle relevanten Themenbereiche angesprochen werden. Daher finde ich es schade, jetzt aus der Zeitung von einem Vorschlag zu erfahren, über den sich die Verwaltung bereits ausführlich informiert hat“, sagte Heß. Der Rathauschef bedankte sich vor allem für die Vorschläge zur kostenlosen Umsetzung für die Stadt. Einerseits habe die JU zwar die Bedeutung der Generationengerechtigkeit und der Schuldenbremse erkannt. Andererseits sei kostenfreies WLAN letztlich eine Illusion, denn am Ende müsse jemand für die technische Umsetzung und den Betrieb des Netzes zahlen: „Wenn nicht die Nutzer oder die Stadt, dann muss das WLAN über Werbung finanziert werden“, betonte der Bürgermeister. Und weiter: „Man könnte dazu auch etwas provokativ fragen, ob es grundsätzlich in Ordnung wäre, dass die öffentliche Hand die private Nutzung von Datenvolumen finanziert.“ Daher habe die Stadt in der Vergangenheit Investitionen in öffentliches WLAN aus technischen Gründen und vor allem aus Kostengründen zunächst zurückgestellt. „Im Rahmen einer Informationsveranstaltung eines großen Telekommunikationanbieters im September des vergangenen Jahres in der Ederberglandhalle war explizit auf die Möglichkeit von WLAN TO GO hingewiesen worden. Leider war von der Jungen Union seinerzeit niemand anwesend“, stellte der Bürgermeister fest Er sei aber gerne bereit, in einem persönlichen Gespräch mit Vertretern der JU die Hintergründe noch mal zu erläutern.

 

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