Die Philipp-Soldan-Stadt Frankenberg (Eder)

Leben und Werk Soldans sind eng verknüpft mit seiner Heimatstadt, denn Lebensmittelpunkt und Schaffenszentrum für sein vor dem Hintergrund von Reformation, Humanismus und Renaissance entstandenes Werk war die Stadt Frankenberg (Eder).

Aus diesem Grund hat der Hessische Innenminister Peter Beuth der Stadt Frankenberg (Eder) am 29. Mai 2018 die Zusatzbezeichnung Philipp-Soldan-Stadt verliehen.

Um 1500 geboren, entwickelte sich Soldan in seinen rund 70 Lebensjahren zu einem äußerst geschätzten und viel beschäftigten Bildhauer und Modelschnitzer. Wahrscheinlich in der Werkstatt des Franziskanerklosters Meiterdorf ausgebildet, schuf er in seiner Heimatstadt ein umfangreiches plastisches Werk in Holz, Stein und Eisen. Selbstbewusst der neuen Zeit und ihren Ideen folgend, signierte er mit seinem Monogramm oder seinem vollen Namen an zentraler Position.

Soldan gilt heute als wichtigster Künstler der Reformation in Hessen. Seine geschnitzten Figuren zählen weit über Frankenberg (Eder) und Hessen hinaus zu den bedeutendsten Denkmälern der Renaissance in Deutschland.

 

 

Aus Soldans vielfältigem Œvre sind in Frankenberg (Eder) auch heute noch zahlreiche Objekte erhalten: unter anderem nach seinen Modeln gegossene Ofenplatten, bauplastische Werke wie die populären Schalkfiguren der Balkenstützen am 1509 erbauten Frankenberger Rathaus und seine 1529 höchst individuell und kunstvoll gestalteten Balkenköpfe aus der Frankenberger Liebfrauenkirche, die fast vollständig im Museum im Kloster Frankenberg zu sehen sind. Die zahlreichen gusseisernen Ofenplatten mit biblischen Motiven finden sich heute in vielen Museen und Schlössern verstreut, so in Marburg, Kassel und Schmalkalden sowie in Nürnberg, Metz und Kopenhagen.


Weitere Informationen erhalten Sie in der Ederbergland Touristik

Untermarkt 12
35066 Frankenberg (Eder)
Tel. 06451 717672

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