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Aufwertung für Frankenberger Hexenturm

Der ehemalige Wehrturm der Stadt wurde von Grund auf saniert

Der Frankenberger Hexenturm - vor und nach der grundlegenden Sanierung durch die Stadt

Pünktlich zum 775-jährigen Stadtjubiläum Frankenbergs erstrahlt der Hexenturm in neuem Glanz. Der letzte von ursprünglich 20 Frankenberger Wehrtürmen wurde in den vergangenen Monaten aufwändig saniert. Zusätzlich wurde außen eine Treppenanlage angebaut, die Besucher jetzt direkt oben auf die Plattform des Turmes führt.

Vor der Sanierung war der Hexenturm nicht begehbar. 47 verzinkte Stufen muss ab sofort erklimmen, wer den Ausblick auf die Frankenberger Altstadt mit Liebfrauenkirche und Steinhaus genießen möchte.

Beim Pressetermin zur Eröffnung sagte Bürgermeister Heß: „Mit dem sanierten Hexenturm ist Frankenberg jetzt um eine weitere Attraktion reicher. Ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte ist damit auch touristisch aufgewertet.“ Sein Dank galt den beteiligten Firmen (Baukult aus Hatzfeld, Ernst Treppenbau aus Bottendorf), dem Architekten Michael Schneider-Lange sowie der Denkmalpflege und der Stadtverwaltung.

Um 1900 war der Hexenturm ziemlich zusammengefallen und wurde 1907 wieder aufgebaut, wie Architekt Michael Schneider-Lange ausführte. Seitdem war der Hexenturm der Witterung ausgesetzt. „Das drei Meter dicke Mauerwerk war innerlich stark zersetzt und wurde in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege Stück für Stück wieder hergerichtet.“

Dass der Turm jetzt in neuem Glanz erstrahlt und trotzdem sein Alter nicht verleugnet, liegt laut Karsten Dittmar, Leiter des zuständigen Fachdienstes Stadtentwicklung und Umwelt, an der Material- und Farbauswahl. Das Gemisch aus Stein, Sand und Fugen wurde speziell abgestimmt und variiert. Rund 50 Tonnen Sand wurden am Turm während der Sanierung verbaut. „Der Turm ist gleichzeitig ein Beitrag zum Artenschutz, denn es wurden Nisthilfen für Turmfalken, Mauersegler und Fledermäuse in den Hexenturm eingebaut.“

Die ersten Führungen am sanierten Hexenturm hatten bereits während des Jubiläumswochenendes im Juli stattgefunden. Über den Sommer ist der Turm jetzt tagsüber von 9–21 Uhr frei zugänglich, im Winter von 9–17 Uhr.

 

Beim Pressetermin (v. l.) Gerhard Helminiak (Stadt), Michael Ernst (Ernst Stahl- und Treppenbau, Karsten Dittmar (Stadt), Bürgermeister Rüdiger Heß, Architekt Michael Schneider-Lange sowie Heiko Nigmann, Gregor Frischko, Luca Schmitt (alle Firma Baukult).

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