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Europa-Hain gepflanzt

Zeichen für Europa im Jubiläumsjahr

Im Rahmen des 775-jährigen Stadtjubiläums hat Frankenberg (Eder) ein Zeichen für Europa gesetzt. 48 Obstbäume stehen seit Samstag stellvertretend für die Länder Europas auf einer Streuobstwiese im Teichgelände. Geografisch verortet, pflanzten Bürgermeister Rüdiger Heß, Vertreter der politischen Parteien und des Stadtparlaments gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Europeade Komitees  den Frankenberger Europa-Hain.

Trotz des regnerischen Wetters trafen sich Vertreter des Magistrates, der Stadtverordneten, des Deutschen Europeade Komitees und des Betriebshof an einer Brachstelle des Teichgeländes hinter dem Jugendhaus, um den Frankenberger Europa-Hain zu pflanzen. Bürgermeister Rüdiger Heß griff selbst zum Spaten und hob das vorbereite Pflanzloch mit tatkräftiger Unterstützung einiger Stadtverordneten und Vertreter des Deutschen Europeade Komitees noch ein wenig mehr aus. Dann konnte der erste Apfelbaum für Großbritannien eingesetzt werden. Mit einem Augenzwinkern kommentierte Heß: „Ich hege die Hoffnung, dass es kein Fallobst wird“. Nicht nur für ihn eine Herzensangelegenheit, der diesen Baum als Privatperson gespendet hatte.

Gleich nebenan wurde anschließend der zweite Obstbaum für Belgien gepflanzt, eine Spende des Internationalen Europeade Komitees. Das Deutsche Europeade Komitee übernahm die Kosten für den Baum, der für Deutschland steht und ein paar Meter weiter wurden im Pflanzgebiet weitere Apfel- Kirsch-, Quitten und Birnbäume gepflanzt. Insgesamt wurden bei der Baumpflanzaktion 48 Bäume im Teichgelände gesetzt, für jedes europäische Land einer.

Karsten Dittmar vom Fachdienst Stadtentwicklung, Umwelt und Finanzen sowie Martin Hecker vom Betriebshof der Stadt Frankenberg (Eder) hatten die Organisation übernommen. Großer Dank galt zudem insbesondere dem Stadtverordneten Helmut Naumann für die Idee und Ausarbeitung sowie den Helfern des Betriebshofes, die trotz Dauerregen den Baumpflanzern mit Rat und Tat zur Seite standen.

Bürgermeister Heß freute sich, dass der Initiativantrag zur Pflanzung de Europahains aus den Reihen des Planungsteams zum 775 Jahre Stadtfest so schnell umgesetzt werden konnte. Er verwies auch ausdrücklich auf die Privatinitiative von Frau Velte, die spontan die Kosten für einen Baum übernommen hat.

Der eine oder andere Baumpflanzer war überrascht, dass auch Kasachstan zu Europa gehört und erfuhr, dass ganze 5 % des Territoriums Kasachstans auf der europäischen Kontinentalplatte liegen. Bei einem Land wurden beide Augen zugedrückt: Zypern liegt rein geografisch auf dem asiatischen Kontinent, gehört aber zur Europäischen Union.

In den nächsten Wochen werden Hinweistafeln angebracht, Wege gebaut sowie Bänke aufgestellt, die zum Verweilen einladen. Der Hain ist so angelegt, dass die Bäume von links nach rechts die Länder Europas abbilden – in Portugal beginnend bis nach Russland und Kasachstan.

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