Literarischer Frühling 2018: Oscar Wilde “Ich sterbe über meine Verhältnisse“

„All art is quite useless“ – alle Kunst ist völlig zweckfrei, nutzlos, unbrauchbar. Mit diesem ästhetischen Konzept und mit den Skandalen, die sein exzentrischer Lebenswandel hervorrief, hat Oscar Wilde (1854-1900) sich in die Literaturgeschichte eingeschrieben. Vor allem sein bekanntestes Werk „Das Bildnis des Dorian Gray“ atmet diesen Geist. Daneben bietet es aber auch höchst witzige Milieu-Schilderungen aus dem Lotterleben der englischen Upper Class um 1900, die uns heute helfen können, einen Boris Johnson und andere Hasardeure der Operation Brexit besser zu verstehen. Ein würziges Bonmot zählt mehr als eine nüchterne Analyse. So heißt es über einen der Gentlemen: „Politisch war er ein Tory, außer wenn die Torys am Ruder waren; während dieser Zeit schalt er sie eine Bande von Radikalen.“ Die Herren sind nie um ein Witzwort verlegen, und Oscar Wilde war es auch nicht, nicht einmal in seiner letzten Stunde. Verfemt und verschuldet starb er in einem Pariser Hotel, das ihn freilich standesgemäß verwöhnte, sodass er seufzte: „Ich sterbe über meine Verhältnisse.“ Das Treiben der Londoner High Society wird bei dieser szenischen Lesung auch kulinarisch ins Bewusstsein gehoben durch die Gerichte des Sterne-Kochs Erik Arnecke.

Weltliteratur an authentischen Orten
Lesung & Flying Dinner mit Kostproben aus der Sterneküche im Gourmet-Restaurant Philipp Soldan

Tickets ab 76,00 Euro, Ermäßigung für Schüler und Studenten gegen einen Nachweis.

Quelle, Infos und Ticketbestellung: www.literarischer-fruehling.de

commons.wikimedia.org

Ort: Hotel Die Sonne Frankenberg, Marktplatz 2 - 4, Frankenberg (Eder)

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