Leben in Frankenberg

- aus der Sicht eines 19-jährigen, der Frankenberg zum Studium verließ, aber immer wieder kommt

Von Niklas Imhof

Wenn Sie das hier lesen, wohnen sie höchstwahrscheinlich in Frankenberg oder einem seiner 12 Stadtteile. Auch Sie haben sich bestimmt schon einmal Gedanken darüber gemacht, was Sie vom Leben in Frankenberg halten - genau wie ich.

Die Voraussetzungen

Im Rahmen eines Praktikums in der Pressestelle der Stadt konnte ich mir nun viele neue Eindrücke verschaffen, die meinen persönlichen Blick auf die Entwicklung Frankenbergs verändert haben.

Jedoch ist diese Sichtweise nicht in der Tatsache begründet, dass ausschließlich der Eindruck erweckt worden wäre, wie toll meine Heimatstadt eigentlich ist. Viel mehr, weil ich begonnen habe, manche Dinge besser zu verstehen.

Ich habe erfahren dürfen, wie Stadtplanung wirklich funktioniert. Wie vielschichtig und verantwortungsvoll die Planung eines ganzen Stadtbildes ist. Auch wie detailversessen hier gearbeitet wird, um ein Großprojekt - wie beispielsweise das Bahnhofsumfeld - optimal umsetzen zu können. Kein einziger Pflasterstein und keine einzige Blume ist willkürlich platziert. Alles funktioniert nach einem strikten Plan. Alles hat Hand und Fuß, auch wenn das der Laie oftmals anzweifelt.

Natürlich werde ich in der Kürze der Zeit nicht alles ansprechen können, was das Leben hier ausmacht. Natürlich wird nicht jeder mit dem übereinstimmen, was ich hier schreibe.

Aber Ihnen soll gesagt sein, dass das weder mein Anspruch noch das eigentliche Ziel dieses Artikels ist. Ich möchte lediglich versuchen, einen authentischen Blick auf meine Heimat zu werfen und Sie vielleicht sogar zur Diskussion anzuregen.

Die Reise beginnt

Meine Reise möchte ich im Ederdorf, also quasi in meinem „Viertel“, beginnen. Wir fahren über die Schotterpiste, die besser als Rodenbacher Straße bekannt ist, in Richtung Eder. Aber stopp. Das können wir gar nicht, die wird gerade saniert. „Wurde ja auch Zeit“, werden sich einige denken. Wir nehmen eine der Nebenstraßen, überqueren die Ederbrücke. Zu unserer Rechten liegt der verlassene Herkules-Markt. Zu unserer Linken liegt die Aral-Tankstelle, an der es samstagnachts die besten Käsebrötchen in Frankenberg gibt. Wenn sich die Menschen um Punkt drei (!) mit dröhnenden Ohren und leeren Mägen aus einem der zahlreichen Clubs (oder war es nur einer?!) ins Freie begeben, ist der Nachtschalter ihre erste Anlaufstelle. Auch in Zeiten, in denen das ‚goldene M‘ die Dunkelheit nicht mehr so hell durchstrahlt, hat der gemeine Partygänger nach getaner „Arbeit“ noch Appetit. Mir unbegreiflich, warum noch kein Gastronom auf die Idee gekommen ist, hier Bratwurst und Pommes anzubieten.

Wir lassen das atemberaubende Nachtleben, die unnötige Sperrstundendiskussion und das ungeklärte Essensdilemma mal hinter uns, auch geographisch. Wir bewegen uns auf der Röddenauer Straße weiter in Richtung Bahnhof. Und das sogar ziemlich flüssig! Fünf Jahre lang muss man „Am Grün“ schon nicht mehr auf „Grün“ warten. Die Lichtsignalanlage ist einem Kreisel gewichen, der den Verkehrsfluss viel besser reguliert. Zu Stoßzeiten kommt es sicher ab und an zu kleineren Wartezeiten, doch ansonsten erleichtert diese Art der Verkehrsführung das Vorwärtskommen in der Stadt ungemein. Wir nehmen im Kreisel die zweite Ausfahrt, blinken rechts und bewegen uns in großen Schritten auf die neuen, architektonischen Aushängeschilder Frankenbergs zu.

Vorher müssen wir allerdings doch noch einmal an einer Ampel warten. Die ist neu! Aber selbst die Wartezeit kann man ja irgendwie sinnvoll nutzen.

Ein Blick nach rechts zeigt, wie sehr sich Frankenberg momentan verändert. „Frankenberger Tor“ steht da. Wahrscheinlich vor 20 Jahren noch undenkbar, steht nun am Fuße der Kernstadt ein Einkaufszentrum.

 

„Einkaufen außerhalb der Fußgängerzone, das soll sich mal jemand vorstellen!“,  „Das kann ja nicht gut gehen!“, „Da wird doch keiner einkaufen!“.

Ich glaube, es ist nicht verfrüht zu sagen, dass das doch gut gehen kann. Dass die Menschen die neuen Möglichkeiten annehmen, haben die letzten Monate bewiesen. Langfristige - und vor allem seriöse - Prognosen werde ich natürlich an dieser Stelle nicht abgeben können, aber ich glaube, „Frankenberg“ und „Tor“: das passt.


 Stichwort: Eigenverantwortung – Stadt? Das sind wir.

Lassen wir den Blick mal sehr scharf nach links schweifen, wird an diesem Punkt der Reise aber auch deutlich, dass Stadtplaner und Politiker nicht jeden Stein umdrehen können; selbst wenn sie es wollen. In unmittelbarer Nähe zum „Tor“ befinden sich amateurhaft besprühte Fassaden, Leerstände. Doch der Stadtverwaltung sind dort die Hände gebunden. Privateigentum.

Was ich damit sagen will, ist nur, dass nicht „die da oben“ für den Dreck in unserer Stadt  verantwortlich sind, sondern wir alle. Auch die Eigentümer solcher Bruchbuden, auch die untalentierten Sprayer, und auch Du, der Du deinen Fastfood-Abfall lieber auf dem Parkplatz als im Mülleimer entsorgst. Klasse Leistung!

Sicher kommt das einem Kampf gegen Windmühlen gleich, aber selbst die dümmste menschliche Windmühle sollte doch irgendwann begreifen, dass man nicht dort …, wo man isst. Na, Sie wissen schon. Ok. Ruhig. Die Ampel ist grün. Einfach weiterfahren. 

Der Bahnhof – Geht doch!

Flankiert vom sandsteinfarbenen Bordsteinpflaster fahren wir auf den neuen Bahnhofsvorplatz, halten auf einem der neuen Parkplätze, steigen aus. Frankenberg, du empfängst deine verlorenen Söhne und Töchter ja plötzlich wieder angemessen! Einzig das Bahnhofsgebäude selbst verrät noch, wie es hier vor knapp 12 Monaten aussah. Aber auch dieses Bild wird bald Geschichte sein. Bevor die Arbeiten am Bahnhofsgebäude im nächsten Jahr beginnen, wird am 12. September die Reaktivierung der Strecke nach Korbach am Bahnhof gefeiert. Hier ist nicht mehr Endstation.

 

Hintergrund/Zum Bahnhof: 

Das Bahnhofsgelände wurde komplett saniert. Nächstes Jahr wird auch das Bahnhofsgebäude folgen. Es soll nicht nur saniert werden, sondern voraussichtlich auch Platz für ein Gesundheits-, Bildungs- und Familienzentrum im Herzen der Stadt bieten.

Die Anbauten sind neuen Parkplätzen gewichen. Einerseits bieten sogenannte Kiss-and-Ride-Parkplätze (K+R) die Möglichkeit eine halbe Stunde - zum Abliefern und Abholen von Bahnfahrenden – kostenfrei zu parken.

Andererseits bieten die Taxi-Parkflächen in unmittelbarer Gleisnähe die Möglichkeit, die Fahrt ohne eigenes Auto fortzusetzen. Alternativ stehen am anderen Ende des Areals selbstverständlich auch regelmäßige Busverbindungen zur Verfügung.

Seit jeher wird der Bahnhofsvorplatz in nördlicher Richtung von einem steilen Hang begrenzt, dessen Gesicht sich mit der Sanierung komplett gewandelt hat. Statt einem Schleier aus Buschwerk, der den Platz nur dunkler statt grüner hat wirken lassen, finden sich hier nun sowohl Blumen als auch verschiedene Baum- und Straucharten in wohlüberlegter Anordnung wieder.

Über Treppen erreicht man den „Balkon“ oberhalb des Hanges, von dem man einen Blick auf das ganze Ausmaß der Bauarbeiten werfen kann. An dieser Stelle sei auch auf die sechs Stelen auf dem Vorplatz hingewiesen, die tagesabhängig in verschiedenen Farben leuchten. Während sie wochentags in weißem Licht erstrahlen, machen sie am Wochenende wie ein Großteil der Bevölkerung einfach „blau“.

Zwischen Gleisen und Gebäude sind Beete angelegt. Allerdings werden diese von einem gut 10m langen Stück eines alten Gleises geschnitten. Warum? Genau an dieser Stelle befand sich das alte Gleis 1. Es stellt eine Reminiszenz an die alte Bahnhofsstruktur dar. Spätestens hier wird klar, die Liebe steckt im Detail.

Ein Stück weiter westlich befindet sich eine kleine Grünanlage, die zum Bleiben einlädt. Mit integrierten Trampolinen und „Vier-gewinnt“-Spiel bietet sie Kindern zudem die Möglichkeit, ihre Wartezeit am Bahnhof sinnvoller als bisher zu gestalten. Und auch diese Fläche ist keineswegs zufällig, sondern mit Bedacht, gewählt. Sie markiert den Grundriss des ehemaligen Lokschuppens und stellt wiederum den Grundgedanken der Planer, alte Strukturen in neue, zeitgemäße Funktionen zu übertragen, heraus.

Für den 12.09.15 sind die Bürgerinnen und Bürger darüber hinaus herzlich eingeladen, den Bahnhof bei seiner offiziellen Neueröffnung auf eigene Faust zu entdecken.

 

Landratsgarten - Der schlafende Riese

Auch abseits des Bahnhofs hat sich in den letzten Jahren viel Positives getan. Da ist zum einen der Landratsgarten. Früher von dicken Mauern umgeben, die das Leben eher draußen hielten, ist er nun fest in das Stadtbild und vor allem in das gesellschaftliche Leben integriert. Im Sommer findet hier der „Live-Treff“ statt, wo donnerstagabends regelmäßig mehr als 1000 Menschen bei Musik und Getränken zusammenkommen. Dieses Jahr sind es statt vier sogar sechs Termine. Zugegebenermaßen ist das nicht ganz die Veranstaltung, auf der ich meine Donnerstagabende verbringe, aber ein Großteil der Frankenberger schon. Und darum geht es. Eine bisher ungenutzte Fläche wird erfolgreich saniert, konzeptionell erschlossen und von den Menschen angenommen. Besser geht’s kaum. 

 Fußgängerzone – Totenstille?

Wir gehen mal gedanklich über die Grünfläche im Landratsgarten, schlagen die oft besungene Brücke zwischen Frankenberger Tor und Fußgängerzone. Klappt prima. Der untere Teil der Fußgängerzone ist bereits auf links gezogen. Die neue Optik des Bodenbelags, neue Laternen, teilweise haben auch die Eigentümer ihren Geschäften einen neuen Anstrich verpasst. Alles lädt eigentlich zum Shoppen ein. Aber wir wären nicht in Frankenberg, wenn nicht jemand auch hier einen vermeintlichen Haken fände.

„Wegen des Frankenberger Tors stirbt die Fußgängerzone aus“

Tatsache ist, dass derzeit einige Ladenlokale in der Fußgängerzone leer stehen. Tatsache ist auch, dass sich dieser Fakt bis zum Ende der Sanierungen im mittleren und oberen Bereich der Einkaufsstraße im Jahr 2016 wahrscheinlich nicht großartig verändern wird. Die Gründe dafür sind wie immer sehr vielschichtig.
Kein Geschäftsinhaber zieht in eine Lokalität, während Bauarbeiten den Weg in seinen Laden erschweren. Dazu spielt der Eigentümer ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Vermietung seiner Flächen. Ist der Laden attraktiv für den jeweiligen Mieter? Das heißt: In welchem Zustand befindet sich die Immobilie? Ist die Grundfläche ausreichend für die Ansprüche der potentiellen Mieter?
All das sind Fragen, die es in diesem Zusammenhang zu beantworten gilt. Ich bin mir aber einigermaßen sicher, dass diese Leerstände nur einen vorrübergehender Zustand darstellen werden. Ich für meinen Teil würde statt des zehnten Optikers vielleicht eher ein wenig mehr Gastronomie in der Fußgängerzone begrüßen. Derzeit werden die Bordsteine in der Neustäder Straße bekanntlich spätestens gegen 20 Uhr hochgeklappt. 

Wasserpark

Ein weiterer Grund, die Einkäufe nicht nur auf Amazon.com zu tätigen, sondern den hiesigen Einzelhandel zu unterstützen, könnte auch der neue Wasserpark sein. Es ist natürlich schwer zu prognostizieren, wie ein Projekt, das sich noch im Bau befindet, von der Bevölkerung angenommen wird. Allerdings finde ich, dass auch an dieser Stelle das Richtige geschieht. Nicht nur, dass man dieses Projekt wegen der hohen EU-Zuschüsse zwangsläufig noch in diesem Jahr bauen und abrechnen muss, es trägt auch zur allgemeinen Aufbruchstimmung bei. Man sollte diesem, wie auch jedem anderen, öffentlichen Bau-Projekt eine faire Chance geben. Die Welt ist schließlich auch mit der Eröffnung des Frankenberger Tors nicht untergegangen. Das wird sie auch in Zukunft nicht.
Anhand von ausgewählten, baulichen Maßnahmen wollte ich Ihnen an dieser Stelle einmal vor Augen führen, wie viel sich derzeit in der Stadt tut und sich noch tun wird. Neben den bevorstehenden Projekten mit Bahnhofsgebäude, Wasserpark und Fußgängerzone befinden sich weitere potentielle Maßnahmen in der Diskussion.
Der Obermarkt bietet derzeit wenig echte Möglichkeiten, abends wegzugehen. Auch das Pflaster benötigt bei Zeiten eine Runderneuerung. Doch klar ist auch, dass nicht alles gleichzeitig geschehen kann, sofern man die Stadt nicht für Jahre lahmlegen will. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Hintergrund: Die Fußgängerzone und der Wasserpark:

Wer sich in den letzten Jahren mal durch die Fußgängerzone bewegt, dem wird aufgefallen sein, dass das Pflaster seine besten Tage bereits hinter sich hat.
Unebenheiten, breite Rillen zwischen den Steinen, die Fußgängern oder auch Kinderwagen das Fortbewegen erschweren.
Geht es nach den Stadtplanern, wird dieses Problem allerdings bald der Vergangenheit angehören. Die Einkaufsmeile wird saniert. Das abgenutzte Pflaster weicht einem neuen, helleren und gröberen Bodenbelag, der das Flanieren erleichtern soll. Darüberhinaus werden 12 themenspezifische „Teppiche“ den Boden der Straße kulturell anreichern. Jeder der 12 Stadtteile bekommt ein gewisses Areal zugeteilt, welches er in Form einer Bronzeplatte individuell gestalten kann.
Die zweite große Veränderung besteht in der Öffnung der Neustädter Straße zur Eder. Auf Höhe der Iller-und-Mones-Statue finden derzeit schon Umbaumaßnahmen statt, die die Größe und Relevanz des Projekts bereits erahnen lassen. Künftig wird man von der Fußgängerzone aus die Eder sehen können. Der Fluss soll wieder fester Bestandteil des Stadtbildes werden.                       

 

Ein junger Mensch in Frankenberg – ein Fazit

Abseits von Architektur und Bauprojekten gibt es natürlich auch noch andere, wesentliche Faktoren, die einen Ort lebenswert machen. Dabei möchte ich gerne einmal den Slogan „Familienstadt mit Zukunft“ aufnehmen. Oberstes Ziel dieses Versuches war es, die Geburtenrate zu erhöhen, den jungen Eltern unter die Arme zu greifen und letzten Endes dem demographischen Wandel entgegenzuwirken. Problem der ländlichen Gesellschaft ist aber nicht nur die geringe Geburtenrate sondern natürlich auch die Abwanderung junger Menschen in strukturstärkere Gebiete. Mir ist klar, dass man diese Entwicklung nicht gänzlich wird stoppen können.

Nach der Schule zieht es nun mal viele weg aus ihrer Heimat. Das ist legitim. Neue Orte sehen, neue Freunde finden, studieren. Obwohl es auch in Frankenberg eine Hochschule gibt, nämlich den Campus der THM Mittelhessen im Klostergebäude im Rahmen des Dualen Studiums.

Mit dem Gedanken des Zugs in die Welt haben sicherlich auch die Generationen vor uns gespielt. Allerdings sind wir die Ersten, denen sich die realistische Möglichkeit bietet, diese Chance auch zu ergreifen. - Dafür darf man an dieser Stelle ruhig mal ein bisschen dankbar sein. - Das Ziel der Kommunen muss es nun sein, diese „Weggeher“ nicht für deren komplette Lebenszeit zu verlieren, sondern ihnen das Leben in der Heimat attraktiv zu gestalten.

Dass man im Konkurrenzkampf mit Großstädten in Puncto Freizeitgestaltung oder auch Stellenangeboten ziemlich unterlegen ist, steht gar nicht zur Debatte. Dennoch gibt es durchaus Faktoren die für z. B. Frankenberg sprechen.

Mit der Heimat verbindet ein Großteil der Menschen positive Erinnerungen. Kindheit, Schulzeit, Erwachsenwerden. Die Familie und die ältesten Freunde sind dort.
In einer kleinen Stadt bist Du nicht Teil der grauen Masse, Du bist jemand. Du bist irgendwie Teil einer Gemeinschaft, was in der heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Du kannst schneller jemand werden, auch im Beruf. Dieses Gefühl sollte man den Menschen geben. Das ist mehr wert als ein KFC oder Cineplex Kino um die Ecke. Und wahrscheinlich auch gesünder...

Der Grundstein dafür, dass Menschen ihre Kinder in ihrer Heimat aufwachsen sehen wollen, sind wahrscheinlich schöne, eigenen Kindheitserinnerungen. So blöd es klingen mag, aber wer sich nicht um die Kinder kümmert, muss sich nicht wundern, wenn sie Unverständnis gegenüber den Erwachsenen und ihren Entscheidungen entwickeln.

Ob man sich letztendlich für oder gegen ein Leben auf dem Land entscheidet, ist natürlich individuell verschieden und hat oft mehr als einen Grund. Festhalten kann man aber auf jeden Fall, dass Frankenberg einiges tut, um die Entscheidung zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Das sollte keinem entgehen.

Darüber hinaus steht es generell jedem frei, nicht einfach die Flucht zu ergreifen, sondern aktiv an der Verbesserung des Lebens in unserer Region teilzuhaben, sei es über ein politisches Amt oder einfache Vorschläge an die Abgeordneten. Wem etwas missfällt, sollte das Gespräch mit den Zuständigen der Stadt suchen und seinen Ärger nicht für sich behalten. Nur wer seine Ideen mit der Welt teilt, kann auch gehört werden.

(Niklas Imhof studiert in Köln Geschichte und Linguistik. Der ehemalige Edertalschüler absolvierte im August 2015 ein Praktikum in der Pressestelle der Stadt.)

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