Frankenberger Fußgängerzone: Zeitgemäßes Freiraumkonzept

Steigerung der Aufenthaltsqualität

Im Jahr 2016 wurde die Frankenberger Fußgängerzone saniert. Das Projekt wurde im November – rechtzeitig vor der Weihnachtssaison – weitgehend fertigestellt. Die grundhafte Erneuerung der Fußgängerzone verfolgte folgende Planungsgrundlagen und Planungsziele: Es sollte ein zeitgemäßes Freiraumkonzept entwickelt werden, welches den Straßenraum klar strukturiert und Flächen für Auslagen, Gastronomie, Aufenthalt und für besondere Ereignisse, z. B. Stadtfeste, Weihnachtsmarkt etc. bietet. Gleichzeitig war bei den Planungen darauf zu achten, dass Lieferfahrzeuge und Feuerwehr problemlos passieren können.

 

Mit der Sanierung der Fußgängerzone soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Dazu wurden hochwertige Ausstattungsgegenstände, Pflanzen und Materialien eingesetzt sowie ein Beleuchtungskonzept erstellt, damit sich der Stadtbesuch auch in den Abendstunden angenehm gestaltet.

 

Bezüglich der Materialien wurde darauf geachtet, dass die im Sanierungsgebiet III (Bahnhofstraße) eingesetzten Materialien und Ausstattungsgegenstände wieder Verwendung finden.

 

Im gesamten Entwurfsgebiet wird ein einheitlicher Naturstein verwendet. Nach Bemusterung wurde dafür indischer Quarzarenit in warmen, gelblich-rötlichen Farbtönungen gewählt. Die Gehweg- und Straßenflächen erhielten einen Belag aus in Reihe verlegten Steinen der Formate von 14 cm Breite und freien Längen zwischen 24 und 28 cm.

Entlang der Gebäudefassaden wurde ein durchschnittlich ca. 60 cm breiter Traufstreifen aus Mosaikpflaster (B/L 7/7 cm) in gleichem Material verlegt, der die Lichtschächte der Gebäudekeller einfasst und so gestalterisch von der Hauptwegefläche abgrenzt.

An den Hauptzugängen der Gebäude wird der Traufstreifen unterbrochen und das Reihenpflaster bis an die Fassade geführt. Der Traufstreifen kann aufgrund seiner Haptik eine Orientierungshilfe für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen sein.

 

Um die Geschäfte attraktiver und kundenfreundlicher zu gestalten, wurden bei möglichst vielen Eingangsbereichen barrierefreie Zugänge geschaffen. Das schadhafte Porphyrpflaster und das unzureichende Entwässerungssystem (in der Bildergalerie „vorher“ gut zu sehen) wurde ersetzt.

 

Vor dem ehemaligen Rathaus der Frankenberger Neustadt ist noch eine zusätzliche Bronzeplatte geplant, die ein Relief des historischen Frankenberger Rathauses in der Altstadt zeigt und damit im Zentrum der Fußgängerzone den Stadtkern repräsentiert.

 

Um die alte Stadtgrenze wieder sichtbar zu machen, wurde entlang des früheren Verlaufs der historischen Stadtmauer ein zweizeiliger, dunkler Plattenstreifen eingebaut, wie bereits im Übergang der Bahnhofsstraße zur Neustädter Straße umgesetzt.

 

Im Bereich der Gebäude Ritterstraße Nr. 2 und 4 ist die Neupflanzung eines kleinkronigen Baumes vorgesehen. Zwei weitere Bäume sollen die östliche Zufahrt der Ritterstraße an der Kreuzung Steingasse flankieren und ähnlich wie am Thonet-Platz eine Torwirkung erzeugen.

 

In den beiden Bildergalerien „Vorher/Nachher“ lassen sich nun nach Fertigstellung des Sanierungsprojektes sehr gut die Unterschiede nachvollziehen.

 

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