Ergebnisse der 1. Bürgerwerkstätten

Frankenberger Stadtteile fit für Familien

Ergebnisse

An den ersten vier Veranstaltungen nahmen insgesamt ca. 120 Personen aus allen 12 Stadtteilen teil.
Die Teilnehmer/innen konnten dies bei jeder Bürgerwerkstatt auf einer Skala bewerten. Sie sind in allen Stadtteilen fast durchweg zufrieden mit dem „Leben als Familie bzw. Familienmitglied im eigenen Stadtteil“. Bei den kleinen Dörfern zeigt sich eine besonders hohe Zufriedenheit. Bei den größeren Stadtteilen sind die Teilnehmer überwiegend zufrieden, teilweise mäßig zufrieden.  
Daraus kann geschlossen werden, dass mit Blick auf die Familienfreundlichkeit die Lage positiv ist oder nur wenige Probleme direkt in den Stadtteilen gesehen werden, sondern eher außerhalb liegen.

Ergebnisse der Abfrage „wichtige Themen im Rahmen von Familienfreundlichkeit“
Es wurde mehrere Themen/Kategorien zur Auswahl gestellt, aus denen die Teilnehmer/innen die aus ihrer Sicht wichtigen und davon gut bzw. schlecht erfüllten bestimmen durften. Die Nennungen in den Stadtteilen waren sehr unterschiedlich und teilweise gegensätzlich, so dass es nur wenig Schnittmengen gibt. Gerade bei den positiv-Bewertungen herrschen stärkere Unterschiede zwischen den Stadtteilen. Bei den negativ-Bewertungen sind sich die Stadtteile eher einig.
Als besonders positiv wurden in allen Stadtteilen „Image und Wertschätzung von Familien und Kindern“ gesehen und in den meisten Stadtteilen „das Zusammenleben der Generationen“.
Als wichtig aber mangelhaft wurde in allen Stadtteilen „eine familiengerechte Stadtentwicklung (Planung, Bau…)“ beurteilt. In den meisten Stadtteilen werden außerdem als wichtig aber schlecht beurteilt „die Familienfreundliche Arbeitswelt/ Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, „die Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse einzelner Gruppen, wie Junge, Ältere, Alleinerziehende, Neuzugezogene…“ und „die Bildungs- und Freizeitinfrastruktur“.
Ergebnisse der Gruppenarbeiten in den Stadtteilen und des Austauschs der Stadtteile untereinander
Die positiven Aspekte der kleinen Stadtteile Frankenbergs für Familien sehen die Bürger/innen im starken Zusammenhalt der Nachbarschaft, dem kinderfreundlichen öffentlichen Raum, Sicherheit, Naturnähe und günstigem Wohnraum. Das macht die Dörfer lebenswert für Familien! Die größeren Orte punkten dagegen vor allem mit ihrem Infrastrukturangebot, wie Kindergärten, Geschäften und Freizeitmöglichkeiten.
Handlungsbedarf nannten die Teilnehmer/innen vor allem bei der Sicherung ehrenamtlicher Strukturen, der Gewinnung bzw. Bindung junger Menschen und der Unterstützung älterer Menschen u.a. auch  bei der Mobilität. Auch die Verfügbarkeit von Wohnraum um Zuzug zu ermöglichen und Integration von Neubürger/innen werden als wichtige Themen v.a. der größeren Stadtteile gesehen.
In einigen Stadtteilen wurden bereits erste Maßnahmen bzw. Projektideen vorgeschlagen, z.B. einen Jugendraum, ein generationenübergreifendes Wohnprojekt, ein Netzwerk für Betreuung und Mobilität oder eine organisierte Nachbarschaftshilfe und vieles mehr.
Zum Abschluss wurden aus den genannten wichtigen Aspekten Arbeitsgruppen gebildet, in denen es in der 2. und 3. Bürgerwerkstatt weiter gehen soll (Tabelle unten). Diese setzen an den Handlungsmöglichkeiten in den Stadtteile an. Was kann konkret vor Ort durch die Bürger bzw. in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und weiteren Partnern getan werden, um die Bedingung für Familien weiter zu gestalten.
Fazit
Durch die Durchführung der Bürgerwerkstätten wurde die hohe Lebensqualität der Stadtteile gerade für Familien deutlich. Die positiven Seiten sollten nun auch stärker nach außen getragen werden. Auch der stadtteilbezogenen Handlungsbedarf wurde deutlich. An vielen Stellen könnten kleine und größere Schritte zur Verbesserung des Alltags für die Bewohner und der Attraktivität der Stadtteile nach außen beitragen. Erste Bürger/innen konnten für zukünftige Gestaltungsmaßnahmen aktiviert werden. Die Bürger/innen zeigten schon viel Kreativität und Handlungsbereitschaft, die es nun in den nächsten Bürgerwerkstätten in nachhaltig wirkende Maßnahmen umzusetzen gilt.
Es ist klar, dass die Anforderungen an ein familienfreundliches Leben in den einzelnen Stadtteilen nicht nur in den Stadteilen erfüllt werden können, da das Leben natürlich vielfach außerhalb stattfindet, in der Kernstadt, am Arbeitsort oder in der Region. (Daher spiegeln die anfangs abgefragten Themen nicht unbedingt die letztlich gebildeten Arbeitsgruppen wider.) Die Stadtteile können aber ihren Beitrag zur Weiterentwicklung der Familienfreundlichkeit vor Ort leisten und das ganz individuell nach ihren schon vorhanden Stärken, Interessen der Beteiligten und dem Bedarf. Themen die über den einzelnen Ort hinausgehen bzw. die gesamte Stadt betreffen müssen in einem nächsten Schritt gemeinsam bzw. werden bereits auf Stadtebene angegangen.

Informationen zur Teilnahme in den Arbeitsgruppen: bei den/r Ortsvorstehern/in, beim Familienbüro (Tel: 0 64 51-505-117), Planungsbüro Bioline (Tel: 0 64 54-9119-79) oder auf der Internetseite unter familienstadt.frankenberg.de.

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