Wieder einmal Hundekotproblematik

Bürgermeister Heß appelliert an Hundehalter

Beim ersten inklusiven Faschingsumzug in Frankenberg am vergangenen Rosenmontag trat wieder die Thematik zu Tage, die eigentlich kein Problem darstellen sollte: der Hundekot auf öffentlichen Flächen. Der Landratsgarten, in dem der Festzug der karnevalsbegeisterten Schülerinnen und Schüler seinen Abschluss fand, war übersät mit ‚Tretminen‘. „Das war wirklich unschön“, berichtete Evelin Jacobs vom Familienbüro, die für die Organisation des Karnevalszuges durch die Frankenberger Innenstadt mit verantwortlich war. „Die Teilnehmer hatten mitunter ihre liebe Not, eine Stelle zu finden, an der sie nicht in Kot treten mussten. Vor allem die Akteure, die durch Auftritte zum Gelingen des Festzuges beitrugen, waren betroffen“, erläuterte Jacobs. Bürgermeister Rüdiger Heß nahm dies zum Anlass, einmal mehr an die Hundehalter zu appellieren, die Hundekotentsorgung ernst zu nehmen. „Es gibt viele, die sich vorbildlich verhalten und die Hinterlassenschaften ihrer Hunde entsorgen. Die von der Stadtverwaltung ausgegebenen Hundekotbeutel werden sehr gut nachgefragt“, betonte der Rathauschef. Aber offensichtlich gebe es immer noch eine Reihe rücksichtsloser Hundebesitzer, die öffentliche Grünflächen als Toilettenanlage für ihre Vierbeiner an sehen. „Das ist eine egoistische und zutiefst unsoziale Grundhaltung, die einem Menschen in unserer modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht gut zu Gesicht steht“, merkte Heß an. Die Nachwirkungen dieser Haltung zeigten sich dann, wenn wie aktuell andere Menschen die öffenltichen Flächen zum Feiern nutzen wollen. „Hundetoilette und Festwiese, das passt einfach nicht zusammen“, stellte der Bürgermeister klar. Dabei könnte es so einfach sein: wenn alle, die mit ihren Hunden Gassi gehen, die Hinterlassenschaften entfernen, müsste anschließend auch keiner in den Kot hineintreten. Heß verwies dazu nochmals auf die beim Bürgerbüro der Stadtverwaltung erhältlichen kostenlosen Tüten zur Aufnahme von Exkrementen und betonte auch den Bußgeldtatbestand. „25 Euro kostet das Liegenlassen von Hundekot“, stellte der Bürgermeister als Ortspolizeibehörde klar. Heß: „Diejenigen Hundebesitzer, die sich nicht an diese eigentlich selbstverständlichen Regeln halten, müssen das richtige Sozialverhalten dann eben über Bußgelder oder auch über private Anzeigen nahegebracht bekommen.“ Der Rathauschef erläuterte, dass er vor dem Hintergrund der massiven Verunreinigung des Landratsamtsgartens das städtische Ordnungsamt angwiesen habe, diesen Bereich besonders zu überwachen und zu kontrollieren. „Ich bin eigentlich erschüttert, dass ich immer wieder auf eigentlich selbstverständliche Verhaltensweisen hinweisen und an das Sozialverhalten von Hundebesitzern appellieren muss. Mein Dank gilt an dieser Stelle aber all denjenigen Hundesitzerinnen und –besitzern, die sich vorbildlich verhalten und den Hundekot entsorgen“, sagte Heß. An die Bürgerschaft allgemein richtete sich sein Appell, bei Beobachtungen hinsichtlich des Liegenlassens von Hundekot die Hundehalter anzusprechen und auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen.

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