Verschmutzung des Walkegrabens

Die Verursacher erwartet jetzt ein Bußgeld

Das Ordnungsamt der Stadt Frankenberg (Eder) hat bei einer Begehung des Walkegrabens die Verschmutzung des Wassers durch Bauschutt, Altreifen und eine Stereo-Anlage festgestellt. Aufgrund zahlreicher Befragungen von Kleingartenbesitzern konnte bereits die Herkunft des Bauschutts ermittelt werden. „Den Verursacher erwartet jetzt ein Bußgeld in mindestens dreistelliger Höhe“, kündigte Ordnungsamtsmitarbeiter Karlheinz Eckel an.

Bereits in der Vergangenheit war es durch Nutzer der Kleingärten immer wieder zu Verschmutzungen des Walkegrabens gekommen, vornehmlich durch abgelagerten Gras- und Heckenschnitt.

Die Müllablagerungen im Walkegraben widersprechen einer nachhaltigen Gewässerbewirtschaftung und einem guten ökologischen Zustand (gemäß Wasserhaushaltsgesetz und Wasserrahmenrichtlinie). Die Richtlinie soll unter anderem dazu dienen, die natürlichen Funktionen von Bach- und Flussläufen, ihren Ufern sowie des Grundwassers zu schützen oder wiederherzustellen. Die Gewässer sollen damit als nutzbarer Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen gesichert werden.

Der Müll behindert im Gewässer einen schadlosen Abfluss, sodass es zu Aufstauungen kommen kann. Zudem können sich Tiere verletzen oder an ihm ersticken. Je nach Art des Mülls (z. B. Plastik oder Grünabfälle) besteht die Möglichkeit, dass sich dieser im Gewässer zersetzt und Schadstoffe sowie erhöhte Nährstoffeinträge ins Gewässer gelangen und für eine Verunreinigung sorgen. Die Verunreinigung kann das Grundwasser nachhaltig schädigen.

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