Stadt Frankenberg will Landkreis beim Aufbau einer Breitbandhochleistungsinfrastruktur unterstützen

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg plant in Kooperation mit weiteren nordhessischen Kreisen sowie der Stadt Kassel den Aufbau einer Breitband-Hochleistungsinfrastruktur auf Glasfaserbasis. An diesem weitreichenden Projekt sollen nach Möglichkeit auch alle Städte und Gemeinden im Landkreis mitwirken. „Der Landkreis hat dazu um einen offiziellen Beschluss der städtischen Gremien gebeten. Ich empfehle, das Projekt zu unterstützen", erklärte Bürgermeister Rüdiger Heß. Nach dem Beschlussvorschlag beauftragt die Stadt Frankenberg den Landkreis, im Rahmen einer Breitband-Hochleistungsinfrastruktur („NGA Cluster Nordhessen") die notwendigen Handlungsschritte zur flächendeckenden und lückenlosen Versorgung aller Frankenberger Haushalte mit schnellem Internet umzusetzen. „Die Beauftragung steht unter dem Vorbehalt, dass von der Stadt Frankenberg kein finanzieller Beitrag zur Errichtung einer entsprechenden Infrastrukturgesellschaft geleistet werden muss", merkte Heß an. Die Stadt müsse sich aber bereit erklären, für die Verlegung der Leerrohre und Glasfaserkabel enzsprechende Informationen zu geplanten Baumaßnahmen (Synergieeffekte) zu liefern sowie operative Zuarbeiten zu leisten. Weiterhin müssten ggf. städtische Grundstücksflächen bereit gestellt und Tiefbauarbeiten sowie Kabeltrassierungsarbeiten unterstützt werden. Heß: „Ich begrüße die Initiative des Landkreises für dieses innovative Infrastrukturprojekt ausdrücklich. Schnelles Internet ist in unserer modernen Gesellschaft zu einer unverzichtbaren sozialen und wirtschaftlichen Komponente geworden." Die flächendeckende Versorgung der Bürger und Unternehmen in den insgesamt fünf nordhessischen Landkreisen mit einem Hochgeschwindigkeitsnetz (NGA = Next Generation Access) sei daher ein wichtiger Standortfaktor für alle Kommunen. Dies gelte zum einen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und zum zweiten insbesondere auch im Hinblick auf gewerbliche Ansiedlungen im ländlichen Raum. „Nach aktueller Marktbetrachtung wird es allerdings ohne Initiative der Landkreise in Nordhessen kaum eine Verbesserung der Breitband-Infrastruktur geben, da die kommerziellen Anbieter eher die Ballungsräume versorgen und kleinere Orte vernachlässigen", erläuterte Heß. Das könne man am Beispiel der Stadt Frankenberg gut erkennen: während die Kernstadt und die größeren Stadtteile gut versorgt seien, werde in den kleineren und den abgelegenen Stadtteilen gerade die Mindestversorgung in Bezug auf DSL-Geschwindigkeit erreicht. „Wir wollen aber weitgehend gleiche Verhältnisse für alle Haushalte, daher ist die Initiative des Landkreises für ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz zu begrüßen. Daran sollte sich die Stadt Frankenberg auf jeden Fall beteiligen", betonte der Bürgermeister.

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