Sperrzeitverlängerung in Frankenberg bleibt bestehen - Rückgang der Gewaltdelikte im vergangenen Jahr

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: In der Stadt Frankenberg sind nach Einführung der Sperrzeitverlängerung zum 01.04.2013 die Gewaltdelikte von 84 im Jahr 2012 auf 60 im Jahr 2013 zurückgegangen. „Das ist ein Rückgang um 38,5 %", stellte Bürgermeister Rüdiger Heß fest, der sich als zuständige Ortspolizeibehörde in seiner damaligen Entscheidung zur Verlängerung der Sperrzeit bestätigt sieht. Daher soll auch zukünftig in Frankenberg die Sperrzeitverlängerung ab 3:00 Uhr weiter gelten. Die neue Verordnung, die im Februar diesen Jahres veröffentlicht wurde, tritt am 01.04.2013 in Kraft und hat Gültigkeit bis Ende 2017. Heß: „Aufgrund der vorliegenden Zahlen ist auch nach Ablauf des Probejahres keine andere Entscheidung möglich."

Der Rathauschef wies darauf hin, dass in der Vergangenheit eine Vielzahl von Kriminaldelikten, vor allem Gewaltdelikte, nachweislich zum weitaus größten Teil in der Zeitspanne von 3:00 Uhr bis 5:00 Uhr und unter Alkoholeinfluss zu verzeichnen gewesen sind. „Ich bin froh, dass sich die Sperrzeitverlängerung nun in der Nachsicht bewährt hat", sagte Heß.

Der Bürgermeister wies aber auch darauf hin, dass im vergangen Jahr für eine ganze Reihe von Veranstaltungen von Jugendclubs und Diskotheken eine Ausnahme von der Sperrzeitverlängerung genehmigt wurden. Dabei mussten aber die Veranstalter gegenüber dem städtischen Ordnungsamt ein entsprechendes Sicherheitskonzept vorlegen. „Im Jahr 2013 waren es insgesamt acht Veranstaltungen, bei denen bis um 5:00 Uhr gefeiert werden konnte. Für 2014 sind bereits vier Veranstaltungen genehmigt", erläuterte Heß.

Es solle ja in Frankenberg weiter gefeiert werden, betonte der Bürgermeister, aber eben ohne Gewalt. Heß wies nochmals darauf hin, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung seinerzeit klar im Vordergrund für die Entscheidung stand, die Sperrzeit in der Stadt Frankenberg zu verlängern. Der Rückgang der Gewaltdelikte in 2013 gebe der Entscheidung nun nachträglich recht.

Zurück