Netzwerk Integration in Frankenberg

Bürgermeister Rüdiger Heß dankt ehrenamtlichen Helfern

Im Rahmen des Netzwerkes Integration in Frankenberg haben sich Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt Frankenberg (Eder) ehrenamtlich zusammengeschlossen, um den in Frankenberg untergebrachten Flüchtlingen aus Krisengebieten den Start in ein neues Leben zu erleichtern und ihnen Hilfestellungen zu geben.
Bürgermeister Rüdiger Heß dankte in diesem Zusammenhang allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich für die Flüchtlinge im Wohnheim am Kegelberg einsetzen. „Gerade die Arbeitsgruppen-Sprecher fahren einen hohen persönlichen Einsatz“, stellte der Bürgermeister anerkennend fest. Besonderer Dank gelte auch der Familie Ahlborn, die das Heim und die Flüchtlinge ebenfalls mit viel persönlichem Engagement betreut. Weiterhin dankte der Rathauschef allen Bürgern, Institutionen und Firmen, die mit Spenden die Flüchtlinge unterstützen. Die herzliche und offene Aufnahme der Flüchtlinge sei keine Selbstverständlichkeit, sondern erfülle ihn persönlich mit großer Freude, merkte Heß an.

Die Arbeitsgruppe „Begleitung“ unterstützt die Flüchtlinge bei Behörden- und Arztbesuchen, biete Hilfestellung bei besonderen Einkäufen aber auch Erledigungen des täglichen Lebens an. Arbeitsgruppenleiterin ist Martina Wiechens, die unter martina.wiechens@t-online.de erreichbar ist.


Die Arbeitsgruppe „Deutschunterricht“ erlebt im Hause Ahlborn wie es ist, wenn Mitmenschen plötzlich irgendwo in der Fremde „stranden“. Meistens ohne Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur, oft auch ohne Kenntnisse der englischen Sprache oder von lateinischen Schriftzeichen. Vieles, was den Einheimischen gewohnt erscheint, ist für diese Menschen erst einmal fremd. Kurse für Orientierung und Sprache stehen Flüchtlingen nach der derzeitigen Gesetzeslage erst nach der Anerkennung, also erst nach vielen Monaten oder Jahren zu.
Hier möchte die Arbeitsgruppe „Deutschunterricht“ einen ehrenamtlichen Beitrag leisten, um diesen Mitmenschen kurzfristig die nötigsten Kenntnisse unserer Sprache zu vermitteln. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe erleben diese Menschen in den bisherigen Deutschstunden als ausgesprochen freundlich, lernwillig, engagiert und dankbar für jede Hilfe.
Ziel ist es, für jeden der etwa 50 Erwachsenen 4 Stunden Deutschunterricht pro Woche anzubieten. Zusätzlich ist ein Deutsch-Intensivkurs für Bewohner mit Englischkenntnissen in Planung.
Hierzu werden noch dringend Lehrkräfte mit und ohne pädagogische Ausbildung im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements gesucht. Weiterhin benötigt die Arbeitsgruppe für die Anschaffung der Unterrichtsmaterialien noch Spenden.
Ansprechpartner für Personen, die sich engagieren oder einfach nur durch Sach- und Geldspenden helfen möchten, ist Herbert Keim, Tel. 06451 3762, Emde-keim@t-online.de.

Die Arbeitsgruppe „Verschenken“ unter der Leitung von Petra Wollbold-Meyer kümmert sich um die Ausstattung der Flüchtlinge mit notwendigsten Dingen, wie u.a. entsprechender Kleidung und Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs wie Töpfen, Bettwäsche und ähnlichem. Spenden aus der Bevölkerung werden nach Bedarf und vorheriger Rücksprache mit Petra Wollbold-Meyer unter wmpetra@web.de gerne angenommen.


Ein wesentliches Element der Integrationsbemühungen stellt die sportliche Betätigung der neuen Mitbürger dar und führt darüber hinaus wesentlich auch zur Erleichterung im Bemühen um Bewältigung von Traumata und zu körperlichem Wohlbefinden in einer solchen extremen Lebensphase!
Dies ist der Ansatzpunkt der Arbeitsgruppe „Sport und Freizeit“, die deshalb auch weiterhin nach entsprechenden Möglichkeiten im Breiten- und Mannschaftssport sucht und auch für Angebote für eine begleitete Freizeitgestaltung sehr dankbar wäre.
Bisherige Erkenntnisse haben gezeigt, dass insbesondere in der jetzigen Jahreszeit Transporte mit PKW zu entfernten Sportstätten sehr hilfreich und geboten sind. Um auch in der Unterkunft vor Ort ein entsprechendes Angebot zur Freizeitgestaltung anbieten zu können, würde sich die Arbeitsgruppe über die Zurverfügungstellung von fahrbereiten Fahrrädern für Erwachse und Kinder, Federballschlägern u. ä. und ganz besonders über ein Tisch-Kicker-Fußballspiel und eine (Out-Door-) Tischtennisplatte mit Tischtennisschlägern freuen. Schließlich fehlt es auch noch an entsprechender und notwendiger Sportbekleidung.
Die bisherigen Sportangebote wurden mit großem Interesse und Motivation sehr dankbar wahrgenommen, so dass deshalb um weitere Hilfestellung bei der Folgearbeit dazu gebeten wird. Ansprechpartner dieser Arbeitsgruppe ist Karl-Heinz Bastet, Tel. 06451-1207.

Die Arbeitsgruppe „Handwerk“ möchte mit Hilfe zur Selbsthilfe den Flüchtlingen weitere Wege eröffnen. Neben späteren Hilfestellungen bei Umzügen und ggf. Möbelaufstellungen sind zunächst gemeinsame Reparaturen an gespendeten Fahrrädern und eine Unterweisung in Zusammenarbeit mit der Verkehrsschule in die Regeln des Straßenverkehrs geplant. Ansprechpartner ist Herr Axel Riedel, faraxel.riedel@gmx.de.

Alle Arbeitsgruppen, insbesondere die Arbeitsgruppe „Verschenken“, wie auch die Familie Ahlborn als Betreiber der Unterkunft für die Flüchtlinge danken ausdrücklich in diesem Zusammenhang für die bisherige Unterstützung und Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung, die zu einem guten Start für die Flüchtlinge und die Unterkunft als solcher geführt haben.  
Aufgrund des großen Spendenaufkommens und insbesondere nur eingeschränkter Lagerkapazitäten wird um Verständnis gebeten, dass momentan nur noch konkrete und notwendige Dinge nach Absprache mit Petra Wollbold-Meyer (wmpetra@web.de) angenommen werden können.



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