Modellkommune Frankenberg "Familienstadt mit Zukunft" startet breiten Beteiligungsprozess

Seit 2006 ist Frankenberg als eine von zwei Modellkommunen im Land Hessen „Familienstadt mit Zukunft" anerkannt. In der Projektlaufzeit soll die Familienfreundlichkeit in der Stadt für Familien mit Kindern attraktiver gestaltet werden. Hintergrund ist  - wie vielerorts in ländlichen Gemeinden - die seit Jahren rückläufige Bevölkerungszahl; geringe Geburtenraten und Abwanderung v.a. der jungen Menschen. Schon viele Maßnahmen wurden von der Stadt oftmals in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Partnern umgesetzt, wie das Familienbüro mit der Notbetreuung oder das aktuelle Sommerferienprogramm für Schüler/innen.

Nun wurde ein breiter Beteiligungsprozess, moderiert vom Büro Bioline aus Lichtenfels, gestartet, um die Stadtteile, Schulen und Schüler sowie Unternehmen mit ihren Mitarbeitern bis Ende des Familienstadt-Projekts 2015 noch stärker einzubeziehen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die demografische Situation zu schärfen und gemeinsam Handlungschancen auf der örtlichen Ebene  zu erkennen und durch entsprechende Maßnahmen und Projekte zu nutzen.  

Am 14. Juli fand das erste Treffen mit Vertretern der weiterführenden Schulen aus Frankenberg und der THM statt. Mit hoher Motivation wurde die Zusammenarbeit mit dem Familienstadt-Projekt gestartet, konkrete Maßnahmen zur Einbindung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden nun entwickelt.

Am 15. Juli begann anschließend der Beteiligungsprozess der Stadtteile. Zum Auftakt waren alle Ortsvorsteher und Stadtteil-Vertreter in der Ederbergland-Halle geladen. In den kommenden Monaten sollen mehrere moderierte Workshops in den Stadtteilen stattfinden. "Die 'Familienstadt mit Zukunft Frankenberg (Eder)' möchte die Stadtteile intensiver in das Modellprojekt einbinden. Wir wollen die Ortsteile mit den Rahmenbedingungen des demographischen Wandels vertraut machen, unter dem Motto: 'Wo stehen wir? - Wo wollen wir hin?', damit wir nachhaltige Maßnahmen planen können. Wir haben daher diesen Prozess gestartet, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen zu erreichen und einzubinden. Wir wollen insgesamt unsere Zukunftschancen wahren, entwickeln und auch gemeinsam angehen", begrüßte Bürgermeister Heß die Teilnehmer.

Weitere Informationen und Veranstaltungen folgen. Informationen erhalten sie beim Familienstadtbüro oder unter www.frankenberg.de/familienstadt.

Büro Bioline, 18.07.2014

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