Diskussion über künftigen Güterverkehr - Heß: Stadt wurde nicht beteiligt

Verwundert zeigte sich Bürgermeister Rüdiger Heß über die jüngsten Zeitungsberichte, nach denen im Stadtteil Viermünden ein Kreuzungsbahnhof eingerichtet werden soll. „Über den Hintergrund kann man nur spekulieren", stellte der Rathauschef fest. Er nehme die Bedenken aus der Bürgerschaft jedenfalls sehr ernst. Für den 10. April sei daher in Viermünden eine Ortsbeiratssitzung zu der Thematik anberaumt, bei der die Bevölkerung auch von Vertretern der Kurhessenbahn und des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) über den Kreuzungsbahnhof informiert werden soll. In diesem Rahmen könnten auch die Bedenken der Viermündener Bürgerinnen und Bürger diskutiert werden.

„Leider habe auch ich noch keine detaillierten Informatonen, warum in Viermünden ein Kreuzungsbahnhof eingerichtet werden soll. Die Nutzung der Bahnstrecke durch das Edertal für Güterzüge sind derzeit nur Mutmaßungen", erläuterte Heß. Er habe aber bereits Kontakt zum Landkreis, zum NVV und zur Kurhessenbahn aufgenommen, um weitergehende Informationen zu erhalten. „Es kann nicht sein, dass wir quasi durch die Hintertür vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Falls die künftige Bahnstrecke Frankenberg-Korbach auch Güterverkehr aufnehmen soll, betrifft das nicht nur den Stadtteil Viermünden, sondern die gesamte Stadt Frankenberg", stellte der Bürgermeister fest. Es wäre schön gewesen, so Heß weiter, wenn man die Stadt über die Planungen im Vorfeld beteiligt hätte: „Auch als Bürgermeister fühle ich mich mit den Mutmaßungen und Spekulationen über die künftige Nutzung der Bahnstrecke nicht wohl." Eine Bürgerversammlung zu dieser Thematik ist laut Heß in den kommenden Wochen in der Ederberglandhalle geplant. Auch dort werden Vertreter von NVV und Kurhessenbahn Rede und Antwort stehen, damit sich alle Bürgerinnen und Bürger über die Planungen zum Schienenverkehr auf Strecke Frankenberg-Korbach informieren können.

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