Bürgermeister Heß und Erster Stadtrat Naumann: Energieeffiziente Sanierung lohnt sich!

Anders als jüngst in den Medien dargestellt, zeigen Wirtschaftlichkeitsanalysen, dass sich die energieeffiziente Sanierung lohnt. Darauf wiesen Bürgermeister Rüdiger Heß und Erster Stadtrat Willi Naumann in einer Stellungnahme hin. „Die Energiekostenersparnis finanziert die energieeffizienzbedingten Mehrausgaben für eine Sanierung", betonte Heß. „Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die energetische Sanierung von Gebäuden wirtschaftlich rechnet", ergänzte Naumann. Die Deutsche Energie-Agentur könne dies anhand von hunderten Beispielen aus der täglichen Praxis belegen.

Für die Wirtschaftlichkeitsanalyse energetischer Sanierungen zählen laut dena die energieeffizienzbedingten Mehrausgaben im Vergleich zur Energiekostenersparnis. „Mit Fördermitteln der KfW amortisiert sich eine Sanierung in der Regel deutlich früher als ohne, meist in weniger als 20 Jahren. Steigende Energiepreise erhöhen die Attraktivität in Zukunft noch weiter", erklärte Erster Stadtrat Naumann.
Das Schweizer Forschungsinstitut Prognos hatte im Auftrag der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) die Kosten der Sanierung und die Einsparungen bei den Heizkosten in einem Gutachten aufgelistet, ohne allerdings zwischen ohnehin für fällige Sanierungsmaßnahmen anfallenden Kosten und finanziellen Mehraufwand für energetische Sanierungsmaßnahmen zu unterscheiden. Genau diese Vorgehensweise ist jedoch aus Sicht der Experten nicht zulässig. Richtig wäre, nur den Mehraufwand für eine energieeffiziente Sanierung in Relation zu der dadurch erreichten Energiekostenersparnis zu setzen. Auch die dena weist daraufhin, dass in vielen Berichten nicht unterschieden wird zwischen den Kosten, die ohnehin für Neubau oder Sanierung anfallen, und den Mehrkosten, die energiesparende Maßnahmen verursachen.

Die KfW-Bank rechnete vor, dass für die energieeffiziente Sanierung bis 2050 rund 507 Milliarden Euro veranschlagt werden. Dabei fielen allgemeine Sanierungskosten von 270 Milliarden Euro an, die „ohnehin" fällig würden. Nur 237 Milliarden Euro müssten explizit für mehr Energieeffizienz ausgegeben werden. Die erzielte Heiz- und Wärmekostenersparnis belaufe sich auf 361 Milliarden Euro, so dass sich ein Plus für energieeffiziente Sanierer von 124 Milliarden Euro ergebe. Die prognostizierten Investitionen für energieeffiziente Neubauten von 331 Milliarden Euro fielen hier nicht ins Gewicht, da bei ihnen die vorgegebenen Energiesparstandards ohnehin einzuhalten seien. Das Gesamtinvestitionsvolumen für Sanierung und Neubauten belaufe sich bis 2050 auf 838 Milliarden Euro. Die Energiekostenersparnis finanziert die energieeffizienzbedingten Mehrausgaben einer Sanierung.

„Zudem bedeuten energetische Sanierungsmaßnahmen eine bedeutende Investition zum Werterhalt bzw. zur Wertsteigerung der Gebäude mit positiven Auswirkungen auf den Wohnkomfort", bekräftigte Bürgermeister Rüdiger Heß. Weiterhin werde durch die energetische Modernisierung der Gebäude die lokale Wirtschaft gefördert und der Abfluss von Geld für fossile Energieträger aus der Region reduziert.

„Neben allen wirtschaftlichen Aspekten stellt die Wärmedämmung der Gebäude den wichtigsten Betrag zur Reduktion des schädlichen Treibhausgases CO2 dar", sagte Erster Stadtrat Willi Naumann.
Der Bürgermeister und sein Stellvertreter wiesen abschließend darauf hin, dass die Berechnungen im Rahmen der Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzepts für die Stadt Frankenberg ausweisen, dass ca. 44% der Energie in Frankenberg im Bereich der Wohngebäude eingesetzt wird. „Nur wenn es gelingt, den Energieverbrauch der Wohngebäude in Zukunft deutlich zu verringern, kann der CO2-Ausstoss im Stadtgebiet zukünftig reduziert werden", stellten Heß und Naumann klar.

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